RENDEZ-VOUS MIT …

Rieden

Anfang Mai in der Eifel: ein Traum in Rapsgelbgrün. Unsere Unterkunft in der beschaulichen Ferienhaussiedlung am Riedener Waldsee, die gerade erst zum Saisonleben erwacht, ist gut ausgestattet. Vor allem gibt es eine Terrasse mit Seeblick, die für drei Tage zum Outdoor-Wohnzimmer avanciert. Wer nicht selbst kochen mag, geht ein paar Schritte zum italienischen Restaurant, das selbstverständlich ‚Al Lago‘ heißt. Hier gibt es leckeres Essen und ebensolche Getränke direkt am Wasser. Doch deswegen sind wir nicht hier.

Wir wollen wandern – auf den Traumpfaden (orange ausgeschildert) und Traumpfädchen (blau gekennzeichnet), derer es hier zahlreiche gibt. Wir starten mit einem Pfädchen direkt am See zu einem ausgedehnten Spaziergang – und laufen uns sozusagen warm für den nächsten Tag, der dem Wacholderweg gewidmet ist. Start- und Endpunkt ist die Wacholderhütte. Unsere Gruppe besteht aus zehn Leuten unterschiedlichster Fitness-Levels, aber der Weg ist für alle gut zu schaffen. Wacholderheide, Wiesen und Waldstücke wechseln sich ab, weite Blicke, Vogelgesänge, Blütenvielfalt und Insektengewimmel geben reichlich Anlass, Bestimmungs-Apps zu vergleichen oder einfach zu genießen – dass die Sonne scheint, die Stimmung gut ist, wir in der wunderbaren Natur durchatmen und entspannen können.

Irgendwann verliere ich Vor- und Nachhut aus dem Blick und biege gemäß der Beschilderung auf einen kleinen, steilen Pfad ab. Nur noch wenige Hundert Meter durch den Wald, und ich stehe wieder vor der Wacholderhütte, wo nach und nach alle eintrudeln. Ein letztes Highlight der Tour ist die Einkehr. Ofenkartoffeln und Kuchen, je nach Geschmack, dazu Kalt- oder Heißgetränke. „Alles hausgemacht, alles lecker“, preist die emsige Eifelerin an, die uns mit Leckereien und guter Laune versorgt.

Jetzt wären wir bereit für eine anspruchsvollere Tour, aber dafür reicht unsere Zeit nicht. Nächstes Mal.

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